Durchblicke
Eine Augenweide und ein beliebtes Fotomotiv sind die vom Inselsteinmetz Markus Thiessen geschaffenen steinernen „Duchblicke“ am Südstrand.
Seit Juni 2010 stehen die vier Amrum, Föhr, Langeness und Oland genannten Kunstwerke an der Strandpromenade und sind so ausgerichtet, dass man (mit Ausnahme des Objektes Föhr) durch sie auf die jeweilige Insel bzw. Hallig blicken kann.
Blick von Föhr
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Durch die geographischen Umrisse der Insel Föhr wird der Blick des Betrachters, aus Strand, Watt, Meer, Hallig und Festland-Horizont sowie dem Himmel, eingerahmt.
Durch diese Aufwertung wird der gewohnte Anblick zum Kunstwerk und nachhaltig im Gehirn wahrgenommen. Die Steinskulptur selbst ist mit verschiedenen Oberflächenstrukturen versehen, welche Bezug auf Wind und Wasser als umgebende Elemente nehmen. So ist die östliche, dem Strand zugewandte Fläche durch in Stein gemeißelte, gebrannte, geschliffene und polierte Wellen-Strukturen gestaltet. Die nördliche Stirnseite hingegen hat ihren Feinschliff durch mechanisches Bürsten erhalten.
(Text: Markus Thiessen)
Blick auf Oland
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Folgt man dem Verlauf der Promenade erreicht man kurz nach dem Wyker Leuchtfeuer Olhörn den „Blick auf Oland“. Durch die Umrisse der Hallig führt der Blick genau auf ihre einzige Warft. Die zur See zugewandte Seite ist mit einem durchgeschliffenen und polierten Flachrelief bearbeitet, welches eine feine, kabbelige See mit unruhigen Wellen darstellt.
Die anderen Flächen wurden gebrannt, geschliffen oder gebürstet. Um eine angenehme Betrachtung zu ermöglichen, wurde dieses, wie auch das folgende Objekt, auf zwei ehemaligen Molenpollern fest gemacht.
(Text: Markus Thiessen)
Blick nach Langeness
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Der „Blick nach Langeness“, etwa auf Höhe des ehemaligen Kinderheims Schöneberg, hebt den Blick über Strand und Meer auf die Warften und den Leuchtturm der Hallig.
Der lang gestreckte Block ist auf der nach Süden ausgerichteten Fläche mit langen, gleichmäßigen Wellen versehen. Steht man vor der östlichen Stirnseite und peilt über die obere Fläche des Steines, sieht man die Wellen förmlich auf sich zu rollen.
(Text: Markus Thiessen)
Blick auf Amrum
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Kurz vor dem beginnenden Teerdeich am Ende der Strandpromenade birgt der letzte Stein den „Blick auf Amrum“ in sich. Auch hier befindet sich der Leuchtturm der Nachbarinsel im Focus dieses herrlichen Blickwinkels. Die südwestliche Fläche ist mit gleichmäßigen, kurzen Wellen gestaltet, welche so durchgeschliffen sind, dass sie je nach Blickwinkel von rau über matt auch Hochglanz erreichen.
Überhaupt ist es dienlich, beim Betrachten der vier Steine den Ansichtswinkel immer wieder leicht zu verändern, um die Feinheiten der Oberflächen besser wahrzunehmen. Diese lassen sich auch ertasten – aber Vorsicht: Die Objekte sind fertig und bedürfen keiner weiteren Gestaltung durch Sonnenöl, Eiscreme oder Hundepische.
(Text: Markus Thiessen)







